Natur-Fotocollagen
Ein Berg und ein Stein sind im Raster gleich groß. Naturfotos tragen keinen eigenen Maßstabshinweis, und eine Collage nimmt ihnen den einzigen, den sie hatten: den Rahmen, in dem man sie sah.
Setz sechs Fotos von Menschen in ein Raster, und jedes ist sofort lesbar, denn ein Gesicht ist eine bekannte Größe. Setz sechs Landschaften in dasselbe Raster, und das Auge hat nichts zum Messen: Eine Klippe und eine Bordsteinkante füllen dieselbe Zelle und wirken gleich groß. Darum geht es auf dieser Seite, dazu um ein zweites Problem, das nur auftaucht, wenn Landschaften nebeneinanderstehen.
Mit StudioCollage erstellt
Jede Collage hier wurde im Editor selbst erstellt, in voller Auflösung. Öffnen Sie eine, um damit zu beginnen.
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1. Den Maßstab zurückbringen
Drei Wege, nach ihrer Wirkung geordnet.
Ein Foto mit einem Menschen darauf. Eine einzelne Gestalt auf einem Weg eicht jede andere Zelle ringsum. Es ist das Wirksamste auf dieser Seite und kostet ein Foto.
Lass die Zellgrößen absichtlich schwanken. Eine weite Aussicht in einer großen Zelle und ein Detail in einer kleinen sagen dem Auge, was was ist, während sechs gleiche Zellen darauf beharren, es sei dasselbe.
Nimm ein nahes Detail dazu. Rinde, Moos, Wasser auf Stein. Es lässt sich nicht mit einer Fernsicht verwechseln und verankert damit den Rest über den Gegensatz.
Eine Collage aus sechs weiten Aussichten ohne Gestalt und ohne Detail ist hier der Standardfehler, und darum lesen sich so viele Landschaftscollagen wie Tapete.
2. Horizonte stören einander
Dieser Punkt ist landschaftstypisch und bleibt unsichtbar, bis man danach sucht.
Jedes weite Naturfoto hat eine kräftige waagerechte Linie quer durchs Bild. Setz vier davon in ein Raster, und du hast vier Horizonte auf vier verschiedenen Höhen, und das Auge liest diesen Versatz als Fehler, obwohl jedes Foto für sich in Ordnung ist.
Beschneide sie auf Übereinstimmung. Bring den Horizont in jeder Zelle einer Reihe auf etwa dieselbe Höhe. Es ist ein kleiner Beschnitt, und die Verbesserung steht in keinem Verhältnis zum Aufwand.
Oder brich die Reihe auf. Eine Anordnung mit Zellen auf verschiedenen Höhen hat keine Reihen zum Vergleichen, und darum passen versetzte Aufteilungen besser zu Landschaften als ordentliche Raster.
3. Grün ist schwieriger, als es aussieht
Naturfotos sind überwiegend grün und blau, und beides wird matschig, wenn es gedrängt steht. Sechs grüne Zellen mit dünnen Abständen werden ein einziges grünes Rechteck.
Breitere Abstände als sonst. Der Hintergrund, der die Zellen trennt, leistet hier echte Arbeit, mehr als bei jedem anderen Motiv.
Ein heller Neutralton. Creme, Bein oder ein helles Grau. Ein grüner Hintergrund verschwindet in den Fotos und ein warmer kämpft mit ihnen, was man wissen sollte, bevor man für einen Wald einen Sonnenuntergangsverlauf wählt.
4. Eine machen
Wähle oben eine Collage, und sie öffnet sich fertig. Such vor allem anderen ein Foto mit einem Menschen oder einem Weg darauf: Ohne Maßstabshinweis leistet die Anordnung die Arbeit, die die Fotos leisten sollten.
Die Druckgrößen, falls sie an eine Wand kommt, was diesem Motiv mehr liegt als den meisten.
Fragen zu Collagen zum Thema Natur
Warum wirken meine Landschaftscollagen flach?
Weil Naturfotos keinen Maßstabshinweis tragen: Eine Klippe und eine Bordsteinkante füllen ihre Zellen gleich, und das Auge hat nichts zum Messen. Ein Foto mit einem Menschen oder einem Weg eicht jede andere Zelle, und ein nahes Detail - Rinde, Moos, Wasser auf Stein - verankert den Rest über den Gegensatz.
Meine Naturfotos passen nicht zusammen, warum?
Fast immer die Horizonte. Jede weite Landschaft hat eine kräftige waagerechte Linie, und vier davon auf vier Höhen in einer Reihe lesen sich als Fehler, obwohl jedes Foto allein in Ordnung ist. Beschneide sie so, dass der Horizont etwa auf gleicher Höhe sitzt, oder nimm eine Anordnung mit versetzten Zellen, damit es keine Reihe zum Vergleichen gibt.
Welcher Hintergrund passt zu einer Landschaftscollage?
Ein heller Neutralton: Creme, Bein oder helles Grau, mit breiteren Abständen als anderswo. Naturfotos sind überwiegend grün und blau und werden matschig, wenn sie gedrängt stehen, der Hintergrund leistet also echte Trennarbeit. Ein grüner Grund verschwindet in den Fotos und ein warmer kämpft mit ihnen.
Sollen die Zellen gleich groß sein?
Nein, und dies ist eines der wenigen Motive, bei denen das klar zutrifft. Gleiche Zellen behaupten, ein weites Tal und die Nahaufnahme eines Blattes seien dasselbe. Eine große Zelle für die weite Aussicht und eine kleine für das Detail sagen dem Auge, was was ist.


