Fotocollage drucken: Größen, Auflösung, Beschnitt und wo du drucken lassen kannst
Eine Collage, die auf dem Handy großartig aussieht, kann vom Drucker weich, dunkel und mit abgeschnittener Bildunterschrift zurückkommen. Nichts davon ist Pech: Es sind Pixel, Ränder und Farbe, und alle drei werden vor dem Export entschieden. Hier steht, was du einstellen musst, in der Reihenfolge, in der ein Drucker es prüft.
1. Die kurze Antwort
Stell die Leinwand auf die Druckgröße bei 300 dpi, halte die äußeren 3 mm frei von allem Wichtigen, exportiere in sRGB als PNG oder JPG in höchster Qualität, und bestell exakt die Größe, die du gestaltet hast. Die Pixelzahlen:
| Druckgröße | Pixel bei 300 dpi | Typische Verwendung |
|---|---|---|
| 4 x 6 Zoll (10 x 15 cm) | 1200 x 1800 | Zwei oder drei Fotos, ein Andenken |
| 5 x 7 Zoll (13 x 18 cm) | 1500 x 2100 | Karte, kleiner Rahmen |
| 8 x 10 Zoll (20 x 25 cm) | 2400 x 3000 | Die klassische gerahmte Collage, 6 bis 9 Fotos |
| 11 x 14 Zoll (28 x 35 cm) | 3300 x 4200 | Ein Wandbild, bis zu 12 Fotos |
| 12 x 12 Zoll (30 x 30 cm) | 3600 x 3600 | Quadratischer Rahmen, 9 Fotos |
| 16 x 20 Zoll (40 x 50 cm) | 4800 x 6000 | Großer Rahmen oder Leinwand |
| 24 x 36 Zoll (60 x 90 cm) | 7200 x 10800 (3600 x 5400 bei 150 dpi) | Poster, 16 bis 25 Fotos |
| A4 (210 x 297 mm) | 2480 x 3508 | Drucker zu Hause |
| A3 (297 x 420 mm) | 3508 x 4961 | Drucker zu Hause, groß |
Die Druck-Vorlagen in StudioCollage öffnen sich in diesen Größen mit eingezeichnetem Beschnittrand, sodass die einzige verbleibende Entscheidung das Layout ist. Wer in Zentimetern denkt: Die gängigen Fotoformate 10 x 15, 13 x 18 und 20 x 30 cm entsprechen in etwa 4 x 6, 5 x 7 und 8 x 12 Zoll.
2. Auflösung: 300 dpi, und das Foto, das dich begrenzt
dpi (dots per inch) gibt an, wie viele Pixel der Drucker pro Zoll Papier setzt. Mit 300 dpi sieht ein Druck aus jeder Entfernung durchgehend aus; mit 200 ist er akzeptabel; mit 150 funktioniert er nur für Poster, die quer durch den Raum gesehen werden. Die Leinwandgröße in Pixeln ist einfach die Papiergröße in Zoll mal dpi.
Die Leinwand ist selten das Problem. Das Problem ist ein Foto in einer Zelle. Eine Collage ist nur so scharf wie ihre unschärfste Zelle, also sieh dir das kleinste Bild an, das du platzierst, nicht das größte:
- Ein Handyfoto (3000 bis 4000 Pixel breit) kann bei 300 dpi eine Zelle bis etwa 10 bis 13 Zoll (25 bis 33 cm) Breite füllen. In jeder Collage ist das mehr als genug.
- Ein über eine Messenger-App empfangenes Foto (oft 1200 bis 1600 Pixel breit) reicht für eine Zelle bis 4 oder 5 Zoll (10 bis 13 cm).
- Ein Screenshot oder ein heruntergeladenes Vorschaubild (600 bis 800 Pixel) druckt über 2 Zoll (5 cm) hinaus weich. Gib ihm eine kleine Zelle, oder frag nach dem Original.
Hochskalierungs-Tools können ein Foto glätten, das etwas zu klein ist; ein Gesicht aus 400 Pixeln können sie nicht zurückholen. Im Zweifel nimm ein Layout mit weniger, größeren Zellen: Wie viele Fotos in eine Collage gehören geht den Kompromiss durch.
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StudioCollage öffnen3. Beschnitt, Schnittkante und Sicherheitsrand
Drucker schneiden das Papier nach dem Drucken, und der Schnitt ist nie pixelgenau. Zwei Folgen:
- Beschnittzugabe. Wenn die Collage eine Hintergrundfarbe oder ein Foto bis zum Rand hat, muss dieser Hintergrund über die Endgröße hinausgehen, typischerweise 3 mm (36 Pixel bei 300 dpi) auf jeder Seite. Sonst erscheint nach dem Schnitt an einer Kante eine haarfeine weiße Linie.
- Sicherheitsrand. Alles, was nicht abgeschnitten werden darf (eine Bildunterschrift, ein Datum, ein Gesicht am Rand einer Zelle), bleibt mindestens 6 mm (72 Pixel) innerhalb der Endkante.
Ein weißer Rand um die Collage löst beides auf einmal: Der Rand ist der Beschnitt, und ein leicht ungleichmäßiger Schnitt auf Weiß ist unsichtbar. Wenn die Fotos bis zum Rand laufen sollen, exportiere mit Beschnittzugabe und sag dem Druckdienst, dass die Datei sie enthält. Die Druck-Voreinstellungen markieren beide Linien im Editor, sodass du vor dem Export siehst, was gefährdet ist.
4. Farbe und Helligkeit: Papier ist kein Bildschirm
Drei Anpassungen, die einen Druck, der zum Bildschirm passt, von einem enttäuschenden unterscheiden:
- sRGB. Exportiere im Farbraum sRGB, das ist, was Handys aufnehmen und was Fotolabore für Endkunden erwarten. Der Editor exportiert standardmäßig in sRGB; wandle nicht in etwas Größeres um.
- Helligkeit. Papier reflektiert Licht, statt es abzustrahlen, also sehen Drucke dunkler aus, besonders auf mattem Papier. Wenn die Fotos Gesichter im Schatten oder Dämmerungsszenen haben, erhöh die Helligkeit vor dem Export etwas, oder bitte das Labor um "keine automatische Korrektur" und beurteile zuerst einen Testdruck.
- Reinweiße Abstände. Das Weiß zwischen den Zellen ist das Papier selbst, wenn der Hintergrund weiß ist. Es wird genau so weiß aussehen wie das Papier, was auf cremefarbenem oder mattem Papier kein reines Weiß ist. Für einen Galerie-Look nimm glänzendes oder seidenmattes Papier.
5. Dateiformat und Export
Exportiere als PNG (verlustfrei) oder JPG in höchster Qualität. Beide werden überall akzeptiert; JPG ist der kleinere Upload. Prüf vor dem Bestellen zwei Zahlen: Die Pixelgröße der Datei passt zur Tabelle oben, und das Seitenverhältnis passt zum Papier (8 x 10 ist 4:5; 5 x 7 ist 5:7; 4 x 6 ist 2:3). Eine in 4:5 gestaltete Collage, die als 5 x 7 bestellt wird, wird vom Labor beschnitten.
In StudioCollage: Wähl zuerst die Druckgröße, damit die Leinwand die richtigen Pixel und das richtige Verhältnis hat, bau die Collage, dann lade herunter. Es gibt keinen Skalierungsschritt und kein Resampling: Was das Labor bekommt, ist, was du gesehen hast, Pixel für Pixel.
6. Wo du drucken lassen kannst
| Option | Größen | Gut für | Aufpassen |
|---|---|---|---|
| Fotoautomat in der Drogerie oder im Supermarkt (dm, Rossmann) | Kleine Formate direkt am Automaten, größere als Bestellung | Schnelligkeit, ein Geschenk für heute Abend, eine Gedenktafel | Automatische Korrektur ist standardmäßig an; oft nur glänzendes Papier |
| Online-Fotolabor für Endkunden (zum Beispiel Cewe) | Alle Größen, Leinwand, Alu-Dibond, Fotobücher | Große Formate, Leinwände, Geschenke | Lieferzeit, häufiges Beschneiden bei unüblichen Verhältnissen |
| Profi-Fotolabor | Alle Größen, viele Papiere | Farbgenauigkeit, seidenmatte und Fine-Art-Papiere | Höherer Preis, strenge Dateianforderungen (lies sie) |
| Fotodrucker zu Hause | 10 x 15 cm bis A3, je nach Drucker | Sofortige Ergebnisse, Testdrucke | Die Papierqualität zählt mehr als der Drucker; nimm Fotopapier |
| Copyshop oder Druckerei vor Ort | Poster, Tafeln, Hartschaumplatten | Tafeln für Veranstaltungen, ein 24 x 36 Zoll (60 x 90 cm) für eine Feier | Frag vor dem Export nach der gewünschten Beschnittzugabe |
Egal welcher Dienst: Bestell die Größe, für die die Collage gestaltet wurde. Ein Labor druckt eine 4:5-Datei gern als 11 x 14 (ein Verhältnis von 11:14), und der Unterschied wird zu einem Streifen, der an zwei Kanten abgeschnitten wird.
7. Rahmen und Passepartouts
Standardrahmen gibt es in 10 x 15, 13 x 18, 20 x 25, 28 x 35, 40 x 50 und 60 x 90 cm, also in 4 x 6, 5 x 7, 8 x 10, 11 x 14, 16 x 20 und 24 x 36 Zoll, dazu die in Deutschland üblichen 20 x 30 und 30 x 40 cm. In einer dieser Größen zu gestalten heißt, dass jeder Rahmen passt. Ein Passepartout (der Kartonausschnitt zwischen Rahmen und Druck) verdeckt auf jeder Seite etwa einen halben Zentimeter des Drucks, also behalte den Sicherheitsrand oben im Kopf, oder kauf ein Passepartout, das auf die Druckgröße zugeschnitten ist.
Für eine Collage funktioniert ein Passepartout mit breitem Rand und ein schlichter Rahmen besser als ein verzierter: In der Collage ist schon viel los. Ein weißes Passepartout auf einer Collage mit weißen Abständen lässt das ganze Stück als ein sauberes Objekt wirken.
8. Von den Fotos zum Druck, Schritt für Schritt
- Öffne StudioCollage und wähl die Druckgröße (8 x 10 Zoll, A4, 16 x 20 Zoll oder eine eigene Größe in Zoll). Die Leinwand hat 300 dpi mit eingezeichnetem Beschnittrand.
- Wähl ein Layout für deine Anzahl Fotos, oder drück auf Auto, um mehrere zu bekommen, die Gesichter ganz lassen.
- Zieh die Fotos hinein, pass die Zellen an, halte Bildunterschriften innerhalb des Sicherheitsrands.
- Prüf das kleinste Foto: Wenn eine Zelle bei 100 % Zoom weich aussieht, gib diesem Foto eine kleinere Zelle.
- Lade als PNG oder JPG in höchster Qualität herunter und bestell dieselbe Größe beim Labor deiner Wahl.














Zwei Layouts, die in 8 x 10 Zoll (20 x 25 cm) gut drucken: ein 3x3-Raster und eine große Zelle über vier. Beide halten jede Zelle bei 300 dpi über 700 Pixel Breite.
Für jede andere Größe, Bildschirm oder Papier, siehe den vollständigen Ratgeber zu den Größen.
Häufige Fragen
Welche Auflösung braucht eine Collage in 8 x 10 Zoll (20 x 25 cm)?
2400 x 3000 Pixel, also 8 und 10 Zoll multipliziert mit 300 dpi. Ein 3x3-Raster auf dieser Leinwand gibt jedem Foto etwa 780 x 980 Pixel, Handyfotos reichen also mehr als aus.
Kann ich eine Collage in der Drogerie oder im Supermarkt drucken lassen?
Ja. Exportiere die Collage als JPG in der Druckgröße, lade sie auf der Website oder in der App des Anbieters hoch oder bring sie zum Fotoautomaten, und wähl die passende Druckgröße. Die Automaten nehmen Dateien vom Handy oder von einem USB-Stick. Wähl eine Größe, für die die Collage gemacht wurde, sonst beschneidet der Automat sie.
Warum sieht mein Druck dunkler aus als mein Bildschirm?
Bildschirme strahlen Licht ab und Papier reflektiert es, also sieht jeder Druck etwas dunkler aus. Wenn die Collage Gesichter im Schatten hat, erhöh die Helligkeit vor dem Export leicht, und vermeide sehr dunkle Hintergründe auf mattem Papier.
PNG oder JPG zum Drucken?
Beides, solange die Pixelgröße stimmt. PNG ist verlustfrei und größer; JPG in maximaler Qualität ist optisch identisch und lädt schneller hoch. Exportiere nie in niedriger JPG-Qualität, um Platz zu sparen: Die Komprimierung sieht man auf Haut und Himmel.
Können Handyfotos als Poster in 24 x 36 Zoll (60 x 90 cm) gedruckt werden?
In einer Collage ja. Ein Poster in 24 x 36 Zoll mit 150 dpi hat 3600 x 5400 Pixel; ein 4x3-Raster gibt jedem Foto etwa 900 x 1800 Pixel, und das deckt jedes Handyfoto ab. Ein einzelnes Handyfoto auf 24 x 36 aufgeblasen ist eine andere Geschichte: Prüf zuerst seine Pixelgröße.


